Kunstgeld seit 1969

08. November 2011

Sonderziehungsrecht: Schon mal gehört?? Mit dem Sonderziehungsrecht (SZR) existiert bereits seit den späten Sechziger Jahren ein Kunstgeld im Devisenhandel. SZR ist in dem Sinne keine Währung, die im Umlauf ist, sondern eine virtuelle Reserve, die die Notenbanken der an den IWF angeschlossenen Staaten in Bargeld eintauschen können, wenn sie zu wenig ausländische Devisen zur Hand haben. Die SZR, die auch Weltgeld heißen, werden den jeweiligen Mitgliedsstaaten des IWF als Guthaben zugewiesen, wie ihnen auch Stimmrechte, Einzahlungsverpflichtung und der Umfang der Kreditvergabe zugewiesen werden.

Sonderziehungsrechte wurden eingeführt, da man in den Sechziger Jahren bereits Sorge hatte, dass der Dollar als Reservewährung dem anhaltenden Wirtschaftswachstum nicht gerecht werden würde und die Staaten eine hörhere Liquidität benötigten. Die SZR steigerten die Liquidität natürlich erheblich.

Der IWF hat so gesehen das Konzept Kunstgeld bereits vorweg genommen, das in seiner unabhängigen Form ja genau diesem Zweck dienen soll: Taschen füllen, die zuvor leer gewesen sind ohne eine Bank zu überfallen. Allerdings gehört Kunstgeld nicht zu einem System der systematischen und verantwortungslosen Verschuldung.

http://de.wikipedia.org/wiki/Sonderziehungsrecht

http://de.wikipedia.org/wiki/Staatsverschuldung_Deutschlands

Occupy WallStreet

23. September 2011

Seit fast einer Woche besetzen etliche Menschen in New York die Liberty Plaza, von wo aus sie gegen Profitgier und die zunehmende Schere zwischen Arm und Reich protestieren. Wie kunstgeld in der Vergangenheit zeigen konnte, steht hinter diesen Problemen die fortschreitende Virtualisierung unserer Zahlungsmittel.

Thanks to the hyperallergic.com

Von den Medien werden sie dabei wenig beachtet, hierzulande bis auf einen Artikel in der Zeit eigentlich gar nicht. Dies ist umso erstaunlicher, da der Protest aus dem Internet initiiert wurde und dem Umfeld von Adbusters und den berüchtigten Anonymus - Hackern zugeordnet wird.

Karton. Dank an hyperallergic.com

Die Demonstrant_innen bezeichnen sich als Angehörige der 99%, die nicht von den derzeitigen Wirtschaftsverhältnissen profitieren, während 1 % nach ihrer Ansicht von der Arbeit der anderen reicher wird.

Aktuelles und täglich wechselnde Kommuniquees unter https://occupywallst.org/

The pictures were taken from hyperallergic.com and are originally published under cc. Thank you.

17.03. Games Culture Circle / Play Money

15. März 2011

Kunstgeld experiment @ Games Culture Circle

Spiel Geld...

Play Money

It’s hard to imagine a world without money. Money is a global unifying principle, the universal signifier. Money opens doors, and shuts them for others. The kind of money in your wallet may determine your choices as a consumer, your status as a traveller, or whether you can pass a border checkpoint. What would our world look like if there was only one currency?

Entrance: 18:30
Start: 19:30

HBC \\\ Karl Liebknechtstraße 9 \\\ Berlin Alexanderplatz

Talkguests:
Jason Della Rocca (Games business consultant)
Ren Reynolds (One man think-tank)
Martin Burckhardt (Author)

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More Info: http://www.amaze-festival.de/games-culture-circle/play-money-march-17-2011-hbc-berlin

“Alles über Geld” in der Berliner Zeitung

13. Juli 2009

“Die junge Autorin hat in ihrer Comic-Geschichte offenbar die Verwirrung vieler Mitmenschen über Boni für Finanzmanager in ihre Wirklichkeit übersetzt.”

Alles über Geld - in 45 Minuten

08. Juli 2009

ALLES ÜBER GELD IN 45 MINUTEN

123Comics zu Gast im Theater an der Parkaue

Comic-Theater-Show mit einem einmaligen Expertenteam aus der Geldforschung im THEATER AN DER PARKAUE für alle ab 10 Jahre / Eintritt 0 EURO

———————————————————————————————————– Freitag, 10. Juli 2009 / 18:00 Uhr / BÜHNE 2 im THEATER AN DER PARKAUE, Junges Staatstheater Berlin ———————————————————————————————————– Das gab es noch nie! Diese Show begnügt sich nicht mit Halbwissen, hier wird Klartext gesprochen! Hier erfährt man kompakt und direkt, was wir alle schon immer über Geld wissen wollten. Unmissverständlich wird aufgedeckt, wer und was hinter der Welt des Geldes steckt: Das Kapital ist schließlich ein scheues Reh. Diese Show bietet die seltene Gelegenheit, Stars der Branche live kennenzulernen und persönliche Fragen zu stellen. Bei der Wahl seiner Mittel ist das Expertenteam nicht kleinlich: Tageslichtprojektionen beleuchten Hintergründe und auch die Live-Zeichnungen zahlen sich aus. Das Nonplusultra sind jedoch die wahren Berichte und Insidergeschichten aus erster Hand. Eine Show, die jeder reicher verlässt, als er zuvor war. Ein Einblick, der Türen öffnet und Mauern einreißt! Obwohl der Eintritt frei ist, sollten Sie Ihr Geld im Blick behalten. ———————————————————————————————————– Eine Koproduktion des THEATER AN DER PARKAUE mit 123comics und der Klasse 6b der Andersen-Grundschule (Berlin- Wedding)

Just vorbei: Geldall

16. Juni 2009

Am Samstag schloss die Ausstellung Geldall im Kunstraum T27.

Kunstgeld hat sich mit einer neuen Serie - Berühmte Betrüger - an der Ausstellung beteiligt.

Hier ein paar Fotos:

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Geld kaufen bei Lidl

16. Dezember 2008

Angesichts der anhalten Krisenhysterie tut Lidl das einzig wahre und bietet seinen Kunden ein wertbeständiges, ja wenn nicht wertsteigerndes Produkt: 3,88 € aus dem Vatikan für sage und schreibe 239 EUR! Die Münzen in Stempelglanzqualität haben übrigens laut Fachportal einen Sammlerwert von 200 EUR.

Die Auktion

29. August 2008

Der Berliner Kunstkontakter war bei der Auktion am 08.08.08 dabei und berichtet.

Alles schon mal dagewesen…

22. Juni 2008

Kunstgeld hieß von 15 Jahren Knochengeld. Der Galerist Wolfgang Krause veranstaltete 1993 im Prenzlauer Berg eine Kunstaktion mit diesem Namen. Das Knochengeld war etwas weniger als 2 Monate im Umlauf und wurde von Künstlern gestaltet.

Der Begriff Knochengeld ist angeblich auf Diogenes zurückzuführen, der forderte, Geld aus stinkenden Knochen herzustellen die niemand gerne aufbewahren würde.

Das Knochengeld verfiel wie das Kunstgeld im Wert, was eine Eigenschaft der meisten Regionalwährungen ist. Dieser Wertverfall wird Umlaufsicherung genannt und soll dazu führen, dass das Geld im Verkehr bleibt und nicht gespart wird. So soll zum einen der ‘Geldhortung’ entgegengewirkt werden, denn ein rasch verfallendes Geld tut niemand auf sein Sparbuch. Zum anderen wird eine Zinswirtschaft, also quasi die Spekulation auf Geld verhindert, Kredite werden direkt und ohne große Zinserträge vergeben.
Das aktiv gehaltene Geld, so die Idee belebt die Wirtschaft und regt zu Investitionen an. Im Fall vom Knochengeld, das in bis zu 29 Kneipen und Läden akzeptiert wurde, sollten vermutlich die Wirtschaften im Prenzlberg belebt werden. Letztendlich ist aber nur ein Viertel des ausgegebenen Geldes in dem Umlauf gekommen, da viele Besitzer das Geld dank der zu erwartenden Wertsteigerung (unter anderem haben Künstler wie A. R. Penck, Klaus Staeck oder Wolfgang Müller das Geld gestaltet) erstmal auf die Seite gelegt haben…